Jeder Prozess ist maßgeschneidert. Aber es gibt Muster.
Die erste Sitzung
Wir beginnen immer mit einem Kennenlernen der Pferde. Keine Aufgaben, keine Leistung. Einfach da sein. Schauen, was passiert, wenn nichts von Ihnen verlangt wird. Für viele neurodivergente Menschen ist schon das konfrontierend: nichts zu müssen ist ungewohnt.
Körperorientiertes Arbeiten
Ich arbeite aus körperorientierten Erkenntnissen zu Nervensystemregulation und Interozeption heraus. Wir folgen der Wissenschaft kritisch — auch dort, wo sie sich noch weiterentwickelt. Das heißt, wir beginnen nicht bei Ihren Gedanken, sondern bei Ihrem Nervensystem. Wo sitzt Ihre Anspannung? Wie reagiert Ihr Körper auf Nähe? Auf Weite? Auf Stille?
Interozeption
Viele neurodivergente Menschen haben Schwierigkeiten mit der Interozeption: dem Wahrnehmen von Signalen aus dem eigenen Körper. Hunger, Müdigkeit, Stress — diese Signale kommen verzögert oder verzerrt an. In den Sitzungen üben wir, sie zu erkennen. Das Pferd hilft dabei, weil es darauf reagiert, was Ihr Körper tut, auch wenn Sie es selbst noch nicht spüren.
Zwischen den Sitzungen
Sie bekommen somatische Übungen für zu Hause mit. Kurze, konkrete Übungen, die Ihnen helfen, in Kontakt mit Ihrem Körper zu bleiben. Keine Hausaufgaben, die noch mehr Druck machen, sondern Werkzeuge, die Ihr Nervensystem unterstützen.