Über uns
Eefje Gilbert ist pferdegestützte Trauma-Coachin bei a força, mit einem Hintergrund in Linguistik, Feldforschung in Afrika und IT-Architektur. Sie arbeitet mit Myrna und Easter, zwei Stuten mit sehr unterschiedlichem Charakter. Jede Umgebung lehrte sie dasselbe: Echte Veränderung beginnt erst, wenn Menschen aufhören zu performen.
Eefje, Easter & Myrna
a força ist kein Ein-Personen-Betrieb. Wir sind zu dritt. Eefje übernimmt das Aufnahmegespräch, die Übersetzung und die Verwaltung. Myrna und Easter machen den Rest.
Eefje Gilbert
Von der Sprache zum Körper. Vom Sitzungssaal in die Reitbahn.
Ich habe jahrelang Sprache erforscht. Farbforschung bei den ≠Akhoe Hai//om (einer Khoisan-Sprache) in Namibia und sozialwissenschaftliche Feldforschung bei den Bagyeli in Kamerun. Ich glaubte, wenn man Sprache nur präzise genug macht, ließe sich die Wirklichkeit verstehen.
Bis ich entdeckte, dass manche Wahrheiten nicht in der Sprache wohnen.
In Kribi, Kamerun, sah ich, wie Gemeinschaften durch einen Tiefseehafen entwurzelt wurden. Ich konnte es dokumentieren, analysieren und benennen. Aber die Sprache, die ich gelernt hatte, berührte nicht, was ich dort empfand. Das war kein Sprachproblem. Das war eine liminale Erfahrung: die Grenze dessen, was Worte tragen können.
Gemeinsam mit Prof. Dr. Mirjam de Bruijn gründete ich Voice4Thought, das akademische Forschung mit Kunst und Aktivismus in Konfliktgebieten verbindet. Danach wechselte ich in die (digitale) Transformation und die IT-Architektur.
Besprechungen, Feldforschung, Vorstandsetagen, ITIL, ArchiMate, Change Management… Jede Umgebung lehrte mich dasselbe: Echte Veränderung beginnt erst, wenn Menschen aufhören zu performen und ehrlich werden über das, was wirklich los ist.
Die Pferde haben mich gelehrt, dass diese Ehrlichkeit nicht verhandelbar ist.
Wie ich hierhergekommen bin
Meine erste Sitzung mit einem Pferd erlebte ich als Klientin. Ich sagte „mir geht es gut“, und das Pferd kam auf mich zu und legte seinen Hals um meinen Kopf und mein Herz. Meine Schultern sanken. Meine Augen wurden feucht. Ich hatte nichts gesagt. Aber mein Körper hatte alles gezeigt.
Dieser Moment veränderte die Richtung meiner Arbeit. Der Körper hat eine eigene Intelligenz. Eine verkörperte Intelligenz. Für mich ist das die Definition von Weisheit. Ich meine das nicht als Metapher, ich stelle es als Tatsache fest. Polyvagal-Theorie, Interozeption, Ko-Regulation: Die Wissenschaft bestätigte, was die Pferde mir gezeigt hatten.
Heute arbeite ich mit Menschen, denen Reden nicht genügt. Hochmaskierende Menschen, die jahrelang kompensiert haben, bis es nicht mehr ging. Fachkräfte mit PTBS. Teams, die in Mustern feststecken, die niemand benennen kann.

Wofür ich stehe
Trauma wird im Körper gespeichert und kann nur dort gelöst werden. Das ist keine Überzeugung, das ist Biologie. Reden hilft, aber der Körper hat das letzte Wort.
Vertrauen beginnt bei einem selbst. Nicht als Motivationsspruch, sondern als Ausgangspunkt. Wer sich selbst gegenüber nicht verlässlich ist, kommt nicht weiter – weder in Beziehungen noch in der Arbeit noch in der Genesung.
Ich arbeite glaubenssensibel. Für Menschen, bei denen Glaube oder Sinnfragen Teil der Genesung sind, ist dafür Platz. Keine Seelsorge, aber Raum für das, was jenseits des Sichtbaren wirkt.
Hintergrund
Research Master African Languages and Cultures, Universität Leiden. Feldforschung zu Khoisan-Sprachen, Kamerun. Mitgründerin von Voice4Thought. Digitale Transformation und IT-Architektur. Pferdegestützte Trauma-Coachin, Reintegrationsspezialistin des UWV. Gründerin des Train-the-Trainer-Programms zu Neurodivergenz & pferdegestütztem Coaching. Founding Member, The Octopus Movement.
Sprachen: Niederländisch, Englisch, Französisch und natürlich Portugiesisch für Anfängerinnen.
Ab Frühjahr 2027 auch in Tomar, Portugal.
Die Co-Coaches
Myrna
Myrna ist eine 25-jährige Haflingerstute.
Weise, feinfühlig und geerdet.
Sie war jahrelang Schulpferd in Langeraar, bevor sie bei Dieuwke Klink (Equal Coaching) ihre Berufung als Coachingpferd fand.
Bei a força bietet sie Schutz und Kontakt. Gerade am Anfang, wenn eine Coachee noch nicht recht weiß, wozu sie hier ist, weiß Myrna genau, wie nah sie kommen kann.


Easter
Easter ist eine 13-jährige Shetlandponystute und eine geborene Anführerin.
Sie regt sich nicht schnell auf, kennt ihre Grenzen und zeigt sie deutlich. Je mehr eine Coachee in ihrem Körper zu Hause ist, desto bereitwilliger lässt Easter sich führen.
Sie ist kein Spiegel, der schmeichelt. Sie ist ein Spiegel, der stimmt.
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